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01.09.2022
FESTIVALFRIENDS & produktionsbandeReaktion zweier überregionaler Netzwerke auf den vorliegenden Haushaltsentwurf 2023 und die Budgetierung des Fonds DaKü

Mit seinen sechs Förderlinien (Recherche-, Residenz-,Prozess-, Wiederaufnahme-, Netzwerk- & Struktur- sowie Konzeptionsförderung) hat der Fonds Darstellende Künste (Fonds DaKü) gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) während einer weltweiten Pandemie wegweisende Perspektiven zur Förderung der Freien Darstellenden Künste in Deutschland entworfen.  

Dass gerade inmitten dieser globalen Krise innovative Fördermodelle binnen kürzester Zeit konzipiert, bürokratieärmer realisiert und regelmäßig ausgeschrieben werden konnten, ist ein großer Erfolg der Zusammenarbeit u. a. zwischen der BKM und dem Fonds DaKü sowie weiteren Akteur:innen. Die gemeinsame Entwicklung dieser Modelle ist ein immenser struktureller Gewinn für die Freien Darstellenden Künste.

Der aktuelle Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2023 sieht die Förderung des Fonds Darstellende Künste mit einem vorpandemischen Etat vor. Das bedeutet: Mit diesem Haushaltsentwurf können die sechs Förderlinien des Fonds DaKü in ihrer Breite ab 2023 nicht fortgesetzt werden. Zudem heißt das auch: Die Innovationskraft gemeinsam entwickelter Fördermodelle kann nicht nachhaltig wirken. Sie ist wortwörtlich außer Kraft gesetzt.

Wir unterstützen die entwickelten Vorschläge des Fonds DaKüfür die nachhaltige Stärkung der Freien Darstellenden Künste ab 2023.

zur gesamten Mitteilung (in deutscher Sprache) hier klicken

17.08.2022
EFFEA: FESTIVALFRIENDS IM EUROPÄISCHEN KONTEXT

Die Netzwerkarbeit von FESTIVALFRIENDS trägt Früchte, auch über deutsche Grenzen hinweg: Als Verbund vertreten wir die deutsche Perspektive als Teil der 13 Länder umspannenden Hub-Struktur des European Festivals Fund for Emerging Artists (EFFEA), ausgerichtet von der European Festivals Association (EFA).

Als ältestes, europäisches Kulturnetzwerk für Festivals bringt EFA seit 1952 Theater-, Tanz-, Musik- und interdisziplinäre Festivals in Europa in einem Netzwerk zusammen. So stärkt der Verbund Festival-Strukturen über europäische Ländergrenzen hinweg und fördert den Austausch unter Festival-Macher*innen.

Mit dem neuen EFFEA-Programm erweitert EFA sein Netzwerkprofil und nimmt Nachwuchskünstler*innen zur Förderung im Rahmen von Festival-Strukturen in den Blick. So schafft EFA ein Förderinstrument, das die Innovationsfunktion von Festivals nutzt als Multiplikator und Sprungbrett für jährlich fünfzig aufstrebende Künstler*innen, die durch EFFEA unterstützt und in die Festivals gebracht werden. EFFEA führt so die Ziele der Initiative Europe for Festivals, Festivals for Europe (EFFE) weiter und verbindet die 2.450 auf dem Portal FestivalFinder.eu registrierten Festivals mit den Nachwuchskünstler*innen.

Insgesamt 13 Länder fungieren als EFFEA-Informationsstellen (sogenannte Hubs) für Festivals und Künstler*innen gleichermaßen. Der FESTIVALFRIENDS-Verbund übernimmt dabei mit seinem Sitz in Dortmund die Kontakt- und Informationsstelle für EFFEA in Deutschland.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit im Festival-Kontext auf europäischer Ebene!

weitere Informationen zum EFFEA-Programm und zu den Partnerländern


01.07.2022
ZUWACHS IM VERBUND: PHOENIX THEATER FESTIVAL

Während die aktuelle Ausgabe des Festivals Hauptsache Frei am 02.07.2022 zu ihrem Abschluss kommt und diese eigentlich unsere Sommerpause in unserem sieben Programme umspannenden Festival-Jahr 2022 einläutet, sorgt ein weiteres Festival nicht nur für zusätzliche sechs Tage Festival-Programm für interessierte Besucher:innen. Es bringt zudem frischen Wind aus Thüringen zu FESTIVALFRIENDS: Wir begrüßen das Erfurter PHOENIX Theater Festival in unserem Festival-Verbund der Freien Darstellenden Künste in Deutschland.

Das Festival nimmt jene Orte in den Blick, die schon verabschiedet, die bereits aufgegeben wurden, umdiesem Abschied mit Neu- als Wiederbelebung zu begegnen. Vor diesem Hintergrund füllt das Festival-Team die titelgebende Metapher des Phoenix auch in 2022 durch ein vielfältiges Programm mit Leben – und gibt der mythischen Figur einen für die Hauptstadt Thüringens wichtigen Ort: das 2002 geschlossene Schauspielhaus Erfurt.

An diesem aufgegebenen Ort, aus dem 2016 schließlich das KulturQuartier Erfurt wurde, erinnert und befragt das Festival-Team die theatrale Geschichte des ehemaligen Schauspielhauses. Kein Wunder also, dass die zentrale Frage der diesjährigen Ausgabe Phoenix 2.0 lautet: Was kann Schauspiel heute und in Zukunft heißen?

Dass gerade an diesem Ort gerade dieser Frage neben Inszenierungen klassischer und zeitgenössischer Theaterstoffe und Stücküberschreibungen auch mit einem Programm aus Performances und Stückentwicklungen, performativen Konzerten, Lecture Performances, Physical Theatre, site-specific-Performances und interdisziplinären Projekten von vorwiegend jungen Künstler:innen begegnet wird, belegt den hohen Grad an künstlerischer Neubelebung der theatralen als performativen Form. Das ehemalige Schauspielhaus Erfurt wird durch den Festival-Ansatz zu einem neuen Denkraum von und einem bekannten Spielraum für Theater.

zur gesamten Pressemitteilung

01.05.2022
INTERNATIONALES THEATERINSTITUT | AUSSCHREIBUNG: ITI ACADEMY

Die Veränderungen und Auswirkungen von Krieg und gegenwärtigen Krisen sind fundamental, erschüttern und berühren das Leben und Arbeiten in vielen Dimensionen. Umso wichtiger ist es, unser Zusammenleben weiter zu gestalten, miteinander verbunden zu sein, einander wahrzunehmen, tatsächlich zu sehen, füreinander da zu sein und zu sorgen, den individuellen Geschichten zuzuhören und unsere Beziehungen über Grenzen von Staaten und Kulturen hinweg zu stärken.

Die ITI Academy möchte dazu einen Beitrag leisten. Sie ist ein Austausch- und Qualifizierungsprogramm für transnational arbeitende, aufstrebende Kurator:innen und Künstler:innen.

Drängende Fragen zu Friedensentwicklung, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Dekolonialisierung, Chancengleichheit, Teilhabe und der Einfluss neuer Technologien verändern die Festival- und Kulturlandschaft grundlegend. Aufgrund dieses allumfassenden Wandels werden bestehende internationale Festivals und transnationale Kollaborationen derzeit kritisch reflektiert und neu gedacht.  

Ist es dabei möglich mit Strategien und Mitteln der Kunst, zu einem achtsamen, sorgsamen Miteinander beizutragen? Wie können globale Kooperationen und Kollaborationen chancengleich gestaltet werden? Wie können Produktionen und Festivals nachhaltig und solidarisch konzipiert und umgesetzt werden? Welche Strukturen braucht es, um internationale Festivals und “glokale“ Kollaborationen in Kleinstädten und dörflichen Regionen umzusetzen?

Wenn du dich mit diesen Themen und Fragen beschäftigen möchtest, Lust darauf hast, dein Wissen zu teilen, deine Praxis zu vertiefen und Teil eines sich gegenseitig unterstützenden Netzwerkes zu sein, dann bewirb dich jetzt auf ein Fellowship für die ITI Academy!

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